Heute: 13 Juni, 2026
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Bert Granderath teilt seine Vision für eine intelligentere Poolindustrie

Exklusiv für dieses Interview sprachen wir mit Bert Granderath, 68, geschäftsführender Gesellschafter der grando GmbH und ein wahrer Pionier der Schwimmbadbranche seit 1986. Bekannt für seinen visionären Ansatz, teilt Bert seine Erkenntnisse über Nachhaltigkeit, Innovation und die Zukunft von Schwimmbädern und bietet eine einzigartige Perspektive auf Energieeffizienz, Ressourcenschonung und die sich wandelnden Anforderungen der Branche.

1. Welcher aktuelle Trend wird Ihrer Meinung nach unterschätzt?
Ich bin der Ansicht, dass der Trend hin zu passiver Energieerzeugung und Ressourcenschonung im Poolbereich stark unterschätzt wird, da das größte Einsparpotenzial direkt an der Wasseroberfläche liegt.
Es ist allgemein bekannt, dass eine Poolabdeckung den Energieverbrauch für die Heizung um bis zu 80 % senken kann. Oft wird jedoch der zusätzliche Vorteil einer Solarabdeckung übersehen. Sie verhindert nicht nur Wärmeverluste, sondern heizt den Pool auch passiv auf. Gleichzeitig wird der Schutz vor Verdunstung und Chemikalienverlusten häufig unterschätzt. Eine Abdeckung kann den Wasserverlust um bis zu 80 % reduzieren, was eine große Erleichterung darstellt: Weniger Nachfüllen ist nötig, deutlich weniger Wasserpflegeprodukte werden benötigt und die Betriebskosten sinken, während gleichzeitig die Umwelt geschont wird. Unsere Kunden erkennen und schätzen diese Vorteile oft erst nach dem Kauf.

2. Welche Entwicklung in der Schwimmbad- oder Saunabranche gibt Ihnen die größten Hoffnungen – und welche bereitet Ihnen die größten Sorgen?
Was mir am meisten Hoffnung gibt, ist der Wandel hin zu nachhaltiger Innovation. Es ist ermutigend zu sehen, wie viel Wert heute auf Energieeffizienz, Ressourcenschonung und umweltfreundliche Technologien gelegt wird. Die gesamte Branche entwickelt sich weiter und findet neue Wege, den Komfort und die Funktionalität von Pools zu steigern und gleichzeitig deren Umweltbelastung zu reduzieren. Dieser Fortschritt beweist, dass Luxus und Umweltbewusstsein sich nicht ausschließen.
Was mich am meisten beunruhigt, ist die in manchen Fällen fehlende Bereitschaft, langfristige Verantwortung zu übernehmen. Solange Produkte angeboten werden, ohne Rücksicht auf Lebensdauer, Nachhaltigkeit, Komfort und Betriebskosten, wird das Vertrauen der Endverbraucher immer wieder auf die Probe gestellt. Solch kurzfristiges Denken untergräbt die Glaubwürdigkeit unserer Branche und erschwert es uns allen, Kunden vom wahren Wert und der Langlebigkeit unserer Lösungen zu überzeugen.

3. Welchen Rat würden Sie jungen Menschen geben, die in diese Branche einsteigen möchten?
Seien Sie neugierig und offen für neue Ideen. Die Schwimmbadbranche entwickelt sich rasant, und wir brauchen kreative Köpfe, die neue Wege gehen – sei es mit umweltfreundlichen Materialien, intelligenten Systemen oder ganzheitlichen Wellnesskonzepten. Wer die Zukunft der Branche mitgestalten und dabei Qualität an erste Stelle setzen möchte, findet hier hervorragende Möglichkeiten.

4. Was möchten Sie hinterlassen? Welchen Eindruck möchten Sie in der Branche hinterlassen?
Mein Ziel ist es, unsere Branche zu einem Vorreiter in Sachen Energie- und Wassereffizienz zu machen. Ich möchte, dass Schwimmbäder nicht nur als Orte der Erholung, sondern auch als Paradebeispiele für den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen wahrgenommen werden. Wenn man in Zukunft sagen kann, dass meine Arbeit dazu beigetragen hat, den Betrieb von Schwimmbädern nachhaltiger und zukunftssicherer zu gestalten, wäre das das perfekte Vermächtnis.

5. Was möchten Sie auf keinen Fall bereuen, wenn Sie in Rente gehen?
Ich möchte verpasste Gelegenheiten nicht bereuen oder es bereuen, zu oft den einfachen Weg gewählt zu haben. Letztendlich zählt nur, ob man den Mut hatte, neue Ideen umzusetzen und für seine Überzeugungen einzustehen.

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