Das Jahr 2026 markiert einen entscheidenden Meilenstein für die Französischer Wassersektor Mit dem Inkrafttreten des neuen Dekrets zur Wassersicherheit, das Ende 2025 im Amtsblatt veröffentlicht wurde, werden die Qualitäts- und Instandhaltungsanforderungen für zahlreiche Schwimmbäder im Land grundlegend modernisiert.
Diese Reform beschränkt sich nicht nur auf die Anpassung technischer Details, sondern harmonisiert das französische Recht mit den strengsten europäischen Richtlinien. Für die Akteure der Branche ist es nun unerlässlich, den Anwendungsbereich dieser Maßnahmen zu verstehen, um einen vorschriftsmäßigen und sicheren Betrieb von Schwimmbädern zu gewährleisten.
Es ist wichtig klarzustellen, dass diese neuen Verpflichtungen in erster Linie für öffentlich zugängliche oder gemeinschaftlich genutzte Schwimmbäder gelten. Dieser Rechtsrahmen gilt daher für städtische Schwimmbäder, aber auch für Einrichtungen in Hotels, auf Campingplätzen, in Wellnesszentren und Ferienwohnungen.
Schwimmbäder in Wohnanlagen fallen ebenfalls unter die Kontrollen, sofern sie nicht ausschließlich für den privaten Gebrauch von Familien bestimmt sind. Schwimmbäder in Privathaushalten bleiben hingegen von diesem speziellen Hygienekontrollsystem ausgenommen.
Durch diese Unterscheidung können die Überwachungsbemühungen auf Orte konzentriert werden, an denen erhöhte Wachsamkeit hinsichtlich der Anwesenheit erforderlich ist, um jegliches epidemiologische Risiko zu vermeiden.

Die Bewirtschaftung der Wasserableitung wird nun von der tatsächlichen Wasserqualität bestimmt.
Eine der auffälligsten Änderungen ist die Abschaffung der systematischen jährlichen Entleerungspflicht für alle großen Becken. Die französischen Vorschriften bevorzugen nun einen nachhaltigeren Ansatz, der auf der Einhaltung von Indikatoren für die Wasseralterung basiert.
Klassische Schwimmbecken sollten nur dann entleert werden, wenn die Qualitätsstandards nicht mehr eingehalten werden. Bei empfindlicheren Anlagen gelten jedoch besondere Sorgfaltspflichten. Planschbecken und Whirlpools mit einem Volumen von mehr als zehn Kubikmetern müssen mindestens zweimal jährlich entleert werden.
Bei kleineren Whirlpools ist die Häufigkeit deutlich höher, wobei zweimal im Monat eine vollständige Entleerung obligatorisch ist, um trotz des geringen Wasservolumens eine einwandfreie Hygiene zu gewährleisten.

Stärkung der Produktkontrollen und der Wassererneuerung
Der Gesetzestext stärkt zudem die Überwachung chemischer Produkte durch die Integration neuer Zulassungsverfahren für Biozidstoffe. Die Nationale Gesundheitssicherheitsagentur Es stehen nun deutlich mehr Instrumente zur Verfügung, um Behandlungsprodukte bei Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit zu regulieren oder vom Markt zu nehmen. Gleichzeitig wird die tägliche Wassererneuerung mit einer Mindestmenge von dreißig Litern Frischwasser pro Schwimmer bestätigt.
Um diese Standards zu erfüllen, müssen Recycling- und Aufbereitungsanlagen nun während der Öffnungszeiten durchgehend betrieben werden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, unabhängig von der Auslastung der Anlage einwandfrei desinfiziertes und klares Wasser zu gewährleisten.
Wichtigste Erkenntnisse: Hygienevorschriften für Schwimmbäder 2026 (Frankreich)
- Neue Hygienevorschriften für öffentliche und Gemeinschaftsschwimmbäder
- Ende der systematischen jährlichen Entwässerung großer Teiche
- Strengere Kontrolle und Zulassung von Wasseraufbereitungsprodukten
- Verschärfte Anforderungen an den täglichen Wasseraustausch und die kontinuierliche Aufbereitung
- Höhere Hygienestandards für sensible Einrichtungen (Planschbecken, Whirlpools, Spas)
Für Schwimmbadbetreiber und Facility Manager markiert das Jahr 2026 einen wichtigen Wendepunkt hin zu einem nachhaltigeren, risikobasierten und engmaschig überwachten Wassermanagement. Diese neuen Hygienevorschriften erfordern die Anpassung von Wartungsprotokollen, Verfahren zur Wassererneuerung und Kontrollen der Produktkonformität.
Wer diese Änderungen jetzt antizipiert, vermeidet kostspielige Probleme mit der Einhaltung von Vorschriften in letzter Minute, gewährleistet die Sicherheit der Nutzer und stärkt das Vertrauen in öffentliche und Gemeinschaftsschwimmbäder.