Heute: 5 Juni, 2026
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Markus Weber: Tradition und Innovation im Einklang mit Behncke

Markus Weber, 54, Geschäftsführer der Behncke GmbH in Hohenbrunn bei München, ist seit über 30 Jahren in der Schwimmbadbranche tätig. Sein Weg dorthin begann eher zufällig. „Der Vater meiner Freundin hatte eine Firma, die Schwimmbäder wartete und baute. Ich verdiente mir etwas dazu, indem ich bei Installationen half und den Sand in den Filtern wechselte“, erinnert er sich. Damals ahnte er noch nicht, dass diese frühe Erfahrung eine lebenslange Leidenschaft für Schwimmbäder und Wassertechnik entfachen würde.

Seit seinem Eintritt bei Behncke im Jahr 2006 leitet Weber ein Unternehmen, das Produktion, Vertrieb und Handel mit essenziellen Produkten für das eigene Sortiment vereint. „Wir sind sowohl Hersteller als auch Händler und handeln außerdem mit Gütern, die wir für unsere eigenen Produkte benötigen“, erklärt er. „Das macht uns in der Branche einzigartig und ermöglicht es uns, mit einem breiten Produktsortiment in verschiedenen Märkten tätig zu sein.“ Diese Vielseitigkeit sichert Behncke einen Wettbewerbsvorteil, indem das Unternehmen innovative Lösungen anbietet und gleichzeitig höchste Zuverlässigkeit und Qualität gewährleistet.

Innovation, Design und Trends

Auf die Frage nach aktuellen Trends meint Weber, ein Bereich werde oft unterschätzt: Design und Individualität bei hochwertigen Schwimmbädern. „Ein Beispiel dafür sind farblich abweichende Einbauelemente“, sagt er. „Andere Branchen, wie etwa die Sanitär- oder Küchenausstattung, sind uns in dieser Hinsicht bereits weit voraus.“ Neben der Ästhetik sieht er technologische Entwicklungen als Hoffnungsschimmer für die Branche. Intelligente Steuerungssysteme beispielsweise machen Schwimmbäder ressourcenschonender und einfacher zu bedienen.

Weber ist sich der Herausforderungen jedoch bewusst. „Ich mache mir Sorgen um die zukünftige Struktur des Fachhandels und dessen Überlebensfähigkeit“, räumt er ein. Aggressives Preisdumping hat die Margen gedrückt und das Überleben vieler kleinerer Unternehmen in der Branche bedroht. Dennoch bleibt er optimistisch, dass Innovationen und kundenorientierte Lösungen den Unternehmen helfen können, trotz dieses Drucks erfolgreich zu sein.

Führung und mutige Entscheidungen

Weber war im Laufe seiner Karriere stets für seine mutigen und gleichzeitig wohlüberlegten Entscheidungen bekannt. Einer seiner kühnsten Schritte der letzten Jahre war der Bau des neuen Firmengebäudes von Behncke. „Es war ein großer Schritt, aber notwendig für das Wachstum und die Zukunft des Unternehmens“, resümiert er. Gleichzeitig betont er die Wichtigkeit von Umsicht in der Führung. „Ich möchte nicht in den Ruhestand gehen und bereuen, das, was ich über viele Jahre aufgebaut habe, durch Fehlentscheidungen gefährdet zu haben“, sagt er und hebt damit das sorgfältige Gleichgewicht zwischen Ehrgeiz und Verantwortung hervor.

Webers persönliche Stärken liegen im Aufbau von Netzwerken und Vertriebsstrukturen. „Das sind definitiv meine Stärken“, gibt er zu. „Gleichzeitig suche ich die Herausforderung anspruchsvoller Projekte, die Durchhaltevermögen und kreative Lösungen erfordern.“ Sein Ansatz verbindet Vision mit Pragmatismus und stellt sicher, dass sich Behncke weiterentwickelt, ohne seine Wurzeln als Familienunternehmen aus den Augen zu verlieren.

Ich möchte nicht in den Ruhestand gehen und es bereuen, durch schlechte Entscheidungen das gefährdet zu haben, was ich mir über viele Jahre aufgebaut habe.

Nachhaltigkeit und Technologie

Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt der Weber-Strategie. „Energieeffiziente Lösungen gewinnen immer mehr an Bedeutung“, sagt er. Behncke entwickelt kontinuierlich neue Anwendungen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz und stellt so sicher, dass das Unternehmen nicht nur die aktuellen Umweltstandards erfüllt, sondern auch zukünftige Anforderungen antizipiert.

Benutzerfreundliche Technologie ist ebenso wichtig. „Steuerungssysteme müssen intuitiv sein und den Kunden klare Vorteile bieten, während sie gleichzeitig einfach zu bedienen sind“, erklärt er. Künstliche Intelligenz wird zunehmend in die Prozesse von Behncke integriert, von der operativen Planung bis zur Produktinnovation. „Sie hat sich in verschiedenen Bereichen des Unternehmens als praktisches Werkzeug etabliert und wird künftig sicherlich eine noch größere Rolle spielen“, prognostiziert Weber.

Mentoring, Lernen und Vermächtnis

Trotz jahrzehntelanger Erfahrung lernt Weber sein Leben lang dazu. „Ich lerne ständig Neues, insbesondere von jüngeren Kollegen – KI und digitale Anwendungen stehen dabei ganz oben auf der Liste“, sagt er. Auch die Förderung der nächsten Generation von Unternehmern ist ihm sehr wichtig. „Ich hoffe, sie entwickeln sich genauso weiter wie wir, lernen aus ihren Fehlern und vermeiden es, allzu viele unserer Fehler zu wiederholen“, bemerkt er.

Für Weber ist der ultimative Maßstab für Erfolg, ein Unternehmen und eine Branche in einem besseren Zustand zu hinterlassen, als er sie vorgefunden hat. „Ich möchte als jemand in Erinnerung bleiben, der zu Innovationen und modernen Vertriebskonzepten beigetragen hat“, sagt er. Im Zentrum seiner Führung steht der Wunsch, solide Technologie mit starken Partnerschaften zu verbinden. „Alle unsere Partner – ob Lieferanten oder Kunden – sind uns gleichermaßen wichtig. Partnerschaften zu pflegen und in einem Geist gegenseitigen Respekts zusammenzuarbeiten, prägt unsere Unternehmenskultur“, fügt er hinzu.

Die Zukunft der Poolindustrie

Mit Blick auf die Zukunft sieht Weber eine Branche im ständigen Wandel. Kunden erwarten heute mehr Unterstützung, kontinuierliche Weiterbildung und personalisierte Lösungen als noch vor fünf Jahren. Gleichzeitig bringen demografische Veränderungen neue Herausforderungen mit sich, da erfahrene Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Weber bleibt jedoch zuversichtlich. „Bislang hat uns das keine nennenswerten Schwierigkeiten bereitet“, sagt er. Er ist außerdem überzeugt, dass die Attraktivität der Branche für junge Berufstätige gestiegen ist und die Zusammenarbeit zwischen den Generationen heute einfacher ist als früher.

Markus Webers Karriere beweist, dass die Poolbranche weit mehr ist als Technologie oder Bau – es geht um Menschen, Beziehungen und Visionen. Durch umsichtige Führung, Innovationsgeist und Respekt vor der nächsten Generation gestaltet er ein Vermächtnis, das Tradition mit zukunftsweisendem Fortschritt verbindet.

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