Der Pool des Splendido Portofino Hotels

Schwimmbäder in Portofino: Der Streit um Luxusprojekte

In Italien hat die Regionalregierung von Ligurien mit der Genehmigung des Baus privater Swimmingpools heftige Kontroversen ausgelöst. Kritiker bemängeln den übermäßigen Tourismus und die Ausbreitung von Zweitwohnungen in Naturschutzgebieten.

Das heikle Gleichgewicht zwischen Umweltschutz in Schutzgebieten und dem Druck des Luxusimmobilienmarktes gerät erneut unter Druck.

Der Regionalrat von Ligurien hat eine Änderung des Portofino-Parkplans genehmigt, die eine entscheidende Neuerung mit sich bringt: grünes Licht für den Bau privater Wohnanlagen mit Swimmingpool innerhalb des Schutzgebietes, vorausgesetzt, die Wohnanlagen verfügen derzeit nicht über einen solchen Pool.

Die Maßnahme schließt lediglich das unberührte Dorf San Fruttuoso aus. Diese Ausnahme verdeutlicht eine Regelung, die ansonsten den Weg für private Anlagen in hochpreisigen Gebieten wie La Cervara und Paraggi ebnet. Bemerkenswert ist, dass Eingriffe innerhalb des monumentalen Komplexes von La Cervara weiterhin einem städtebaulichen Durchführungsplan unterliegen, dessen Genehmigung auch die öffentliche Nutzung der Anlagen regelt.

Um das Ausmaß der Kontroverse zu verstehen, muss man die Einzigartigkeit des Ortes berücksichtigen. Portofino ist keine gewöhnliche Gemeinde: Es ist ein winziges Vorgebirge, weltberühmt für seine unberührte Natur und die steil ins Meer abfallenden Klippen. Als regionaler Naturpark unterliegt jeder einzelne Quadratmeter seit Jahrzehnten strengsten Schutzbestimmungen.

Bis vor Kurzem war es nahezu unmöglich, die Landschaft zu verändern oder künstliche Elemente wie Schwimmbäder hinzuzufügen. Daher hat die Möglichkeit, in einem so geschützten und empfindlichen Ökosystem private Pools auszuheben und zu bauen, bei Umweltschützern sofort Empörung ausgelöst.

Schwimmbäder als Wertsteigerungsfaktor für Zweitwohnungen

Die Entscheidung berührt ein weiteres offenes Problem der Region: die übermäßige Konzentration von Zweitwohnungen und historischen Villen, die von wohlhabenden, nicht ansässigen Käufern erworben und zunehmend in luxuriöse Ferienwohnungen umgewandelt werden. In diesem Kontext des „Elitetourismus“ ist ein Swimmingpool nicht länger nur eine Option, sondern ein grundlegendes kommerzielles Gut.

Immobilienbesitzer drängen darauf, Gebäude mit eingelassenen Pools, Tauchbecken oder beheizten Whirlpools auszustatten, um auf touristischen Vermietungsplattformen zahlungskräftige internationale Kunden anzulocken, die bereit sind, Tausende von Euro pro Nacht zu zahlen.

Daten der Parkverwaltung aus den letzten Jahren bestätigen, dass die Nachfrage nach Schwimmbädern stark ansteigt, weshalb in diesem Zeitraum auch befristete Genehmigungen für saisonale Badeanlagen erteilt wurden.

Diese fortschreitende Transformation birgt jedoch die Gefahr, den Kern der Identität des Vorgebirges zu verändern. Es besteht die Gefahr, dass das Schutzgebiet in ein Mosaik privater Pools verwandelt wird, die einem kurzlebigen und weniger nachhaltigen Tourismus dienen – zum Nachteil der alteingesessenen Bewohner, deren lokale Infrastruktur zugunsten von Zweitwohnungen verschwindet.

Neue private Installationen und Einschränkungen in Nationalparks

Während die regionale Mehrheit die Maßnahme als Chance zur Aufwertung des lokalen Tourismusangebots und zur Modernisierung der Wohnanlagen verteidigt, stellen Oppositionsräte und Umweltbewegungen die Entscheidung entschieden in Frage.

Der Vorwurf lautet, dass man sich der Logik der „Entwicklung um jeden Preis“ beuge und wasserintensive Anlagen in einem historischen Moment genehmigt, der von gravierenden Klimaproblemen und Wasserknappheit geprägt ist.

Darüber hinaus findet die Ausweitung der Anzahl neuer Schwimmbäder in einem instabilen Rechtsrahmen statt. Der Staatsrat wies kürzlich den Antrag der Region Ligurien zurück, die Grenzen des Parks auf lediglich drei Gemeinden zu beschränken (den sogenannten Briefmarken-großen Park), und bestätigte damit die Unrechtmäßigkeit einer solchen Verkleinerung im Vorfeld der Einrichtung des zukünftigen Nationalparks.

Laut Naturschutzkomitees stellt die Deregulierung, die den Bau von Schwimmbecken genau zu dem Zeitpunkt erlaubt, an dem Richter höchste wissenschaftliche Schutzkriterien fordern, einen eklatanten strategischen Widerspruch dar.

Bildnachweis: Splendido Portofino (belmond.com)
Quellen: Regionalrat von Ligurien – Genehmigung der kartographischen und regulatorischen Änderung des Plans für den Regionalen Naturpark Portofino und der dazugehörigen Verordnung zur Sanierung des baulichen Erbes; genova24.itradioaldebaran.it

Ein glückliches Paar genießt einen sonnigen Tag in einem klaren blauen Swimmingpool mit aufblasbarem Ring
Vorherige Geschichte

Hayward definiert das moderne Pool-Ökosystem in Europa neu.

Luxuriöser, moderner Swimmingpool mit Holzterrasse, Außenküche und professioneller Landschaftsgestaltung in einem harmonischen Gartendesign.
Nächste Geschichte

Vom Poolbauer zum Außendesigner

Neuestes vom Blog

Ein wunderschöner Luxusresort-Swimmingpool, umgeben von Palmen und einem tropischen, strohgedeckten Loungebereich.

Wenn Wasser zum Schlüssel zum Erfolg wird

Es ist fast schon ein unbewusster Reflex geworden, wenn man einen Urlaub plant. Man öffnet eine Buchungsplattform, gibt ein Reiseziel ein und klickt sofort auf diesen magischen Filter, um einen Swimmingpool zu finden.
Zurück NachOben

Verpassen Sie nicht

Verstärkte Auskleidung eingebaut: Richtlinien von Acquanet

Der italienische Verband der Poolbauer war der erste, der

Hinter jedem NIVEKO-Pool: Menschen, Präzision und Partnerschaft

Die Geschichte jedes NIVEKO-Pools beginnt lange bevor er