Heute: 13 Juni, 2026
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Die Zukunft des Wohlbefindens gestalten: Erkenntnisse von Hannah Thormann

Hannah Thormann, 32, geschäftsführende Gesellschafterin der Rollo Solar Melichar GmbH in München, ist seit ihrer Kindheit eng mit der Schwimmbad- und Saunabranche verbunden. „Eigentlich von Geburt an. Ich bin im Familienbetrieb groß geworden und habe die Branche von klein auf kennengelernt“, erklärt sie. Für Hannah war der Moment entscheidend, als ihr bewusst wurde, welchen Einfluss ihre Produkte auf die Lebensqualität der Menschen haben. „In dem Moment, als ich verstand, wie viel Lebensqualität unsere Produkte den Menschen bieten können, war mir klar: Es geht nicht nur um Technologie, sondern auch um die Verantwortung für Sicherheit, Gesundheit und das Vertrauen unserer Endkunden.“

Führung, die auf Verantwortung basiert

Hannahs Führungsstil vereint langfristiges Denken mit Entschlusskraft. „Meine Stärke liegt im langfristigen und nachhaltigen Denken. Gleichzeitig fordere ich mich selbst heraus, im Alltag schnell mutige Entscheidungen zu treffen, damit wir keine Chancen verpassen und die Branche weiter voranbringen.“ Routine und die Nähe zu ihrem Team sind zentral. „Der tägliche Austausch mit meinem Team und die Besichtigungen der Produktionsanlagen gehören fest zu meinem Arbeitsalltag. Nähe, Transparenz und ein offenes Ohr sind wichtig. Das schafft Vertrauen und Zusammenhalt und zeigt, dass wir alle gemeinsam Verantwortung tragen.“

Meine Stärke liegt im langfristigen und nachhaltigen Denken. Gleichzeitig fordere ich mich selbst heraus, im Alltag schnell mutige Entscheidungen zu treffen, damit wir keine Chancen verpassen und die Branche weiter voranbringen können.

Wenn es um Investitionen geht, setzt Hannah klare Prioritäten. „Momentan stehen Vertrieb und Marke ganz klar im Vordergrund – wir wollen nah an unseren Kunden sein und unsere Werte sichtbar machen. Personal folgt direkt danach, denn eine starke Marke braucht Menschen, die sie zum Leben erwecken. Wir haben in den letzten 15 Jahren massiv in Technologie investiert und sind in diesem Bereich nun hervorragend aufgestellt.“

Kundenanforderungen erfüllen und Technologie nutzen

Hannah behält die Trends genau im Blick, wahrt dabei aber Diskretion hinsichtlich der Zielgruppen. „Das behalten wir lieber für uns. Eines ist jedoch klar: Wir müssen Trends frühzeitig erkennen, um unseren Kunden zukunftsfähige Lösungen anbieten zu können.“ Besonders anspruchsvoll sind Privatkunden im Premiumsegment. „Wer höchste Qualität erwartet, schaut genau hin. Das kann manchmal eine Herausforderung sein, ist aber vor allem ein Ansporn zu beweisen, dass sich Qualität, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein auszahlen.“

Die Balance zwischen fortschrittlicher Technologie und Benutzerfreundlichkeit ist entscheidend. „Technologie sollte nicht kompliziert sein. Unsere Produkte sollten effizient im Hintergrund laufen und gleichzeitig einfach, sicher und komfortabel für unsere Kunden sein.“ Hannah sieht auch in künstlicher Intelligenz einen tiefgreifenden Wandel. „Für mich ist KI eine echte Revolution. Sie betrifft alle Branchen. Wir sehen bereits konkrete Vorteile, beispielsweise durch einen KI-Assistenten auf unserer Website, der unsere Endkunden unterstützt. Das ist praxisnah und zeigt, wie Familienunternehmen moderne Technologien nutzen können, um nah an ihren Kunden zu bleiben.“

Nachhaltigkeit im Kern

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. „Wir nehmen das Thema immer ernster, aber es gibt noch Verbesserungspotenzial. Für uns ist Nachhaltigkeit kein Trend, sondern der Kern unserer Strategie: langlebige Produkte, effiziente Prozesse und regionale Verantwortung. Jeder von uns trägt dazu bei.“ Hannah geht auch auf die Kritik ein, Pools seien Luxusgüter. „Wir nehmen das sehr ernst. Pools mögen zwar wie ein Luxusgut wirken, aber sie bieten Sicherheit, sparen Energie und fördern Gesundheit und Entspannung. Das macht unseren Beitrag viel wertvoller, als es auf den ersten Blick scheint.“

Mit Blick auf das Jahr 2035 entwirft sie das Bild einer intelligenteren, nachhaltigeren und besser vernetzten Branche. „Ich sehe eine Branche, die bis 2035 deutlich intelligenter, nachhaltiger und besser vernetzt sein wird. Schwimmbäder und Saunen werden dann keine Luxusgüter mehr sein, sondern integraler Bestandteil eines ganzheitlichen Gesundheits- und Energiekonzepts. Effiziente Abdeckungen, intelligente Steuerungssysteme und zuverlässige Serviceketten werden Komfort und Nachhaltigkeit gleichermaßen gewährleisten.“

Vertrauen, Wachstum und die nächste Generation

Vertrauen ist die Grundlage unseres Geschäftsmodells. „Es ist das Fundament. Unsere Kunden investieren viel und müssen sich darauf verlassen können, dass wir unsere Versprechen halten. Vertrauen entsteht nur durch Qualität, Service und Zuverlässigkeit.“ Konflikte werden offen und respektvoll behandelt. „Offen, direkt und lösungsorientiert. Konflikte gehören zum Leben. Wichtig ist, respektvoll miteinander umzugehen und Verantwortung füreinander zu übernehmen.“

Weiterbildung ist unerlässlich, um Innovationen zu fördern und jungen Menschen berufliche Perspektiven zu eröffnen. „Nur durch kontinuierliche Weiterbildung können wir innovativ und wettbewerbsfähig bleiben und jungen Menschen Perspektiven in unserer Branche bieten.“ Hannah ist überzeugt, dass die Branche für junge Talente attraktiver ist, als oft angenommen wird. „Attraktiver, als viele denken. Sie vereint Handwerkskunst, Technologie, Design und Nachhaltigkeit. Wir müssen dies nur stärker hervorheben, dann werden junge Menschen erkennen, welches Potenzial unsere Branche für die Zukunft hat.“

Sie betont außerdem die Notwendigkeit einer stärkeren Unterstützung durch Politik und Verbände. „Ja, insbesondere durch die Politik. Die bürokratischen Hürden sind für Familienunternehmen oft viel zu hoch, und die Prozesse sind zu langsam und nicht digital genug. Wir brauchen dringend einfachere Verfahren, weniger Papierkram und moderne, digitale Prozesse, die es Unternehmen erleichtern, in Deutschland zu investieren, Mitarbeiter auszubilden und Arbeitsplätze zu sichern. Wenn wir als Wirtschaftsstandort stark bleiben wollen, müssen die Politiker hier Verantwortung übernehmen und endlich mehr Tempo machen.“

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