Die Pool- und Whirlpoolbranche steht derzeit an einem bedeutenden Wendepunkt ihrer Geschichte. Im März 2026 wurde im Vereinigten Königreich durch das Women in Industry Network, auch bekannt als „Women in Industry Network“, eine lang erwartete Initiative ins Leben gerufen. WINDiese Gruppe wurde unter dem Dach der BSPF Verband mit der starken Unterstützung von Berufsverbänden wie SPATA als auch BISHTA.
Es ist wichtig zu betonen, dass es diesem Kollektiv um weit mehr geht als nur um öffentliche Auftritte. Sein Hauptziel ist es, den Wasserfreizeitsektor in ein professionelles Umfeld zu verwandeln, in dem jede Frau sich entfalten, Gehör finden und selbstbewusst Karriere machen kann.
Warum dieses professionelle Netzwerk alles verändert
Man mag sich fragen, warum eine solche Gruppe in der heutigen Zeit noch notwendig ist. Die Realität vor Ort spricht für sich: Zwar gibt es durchaus weibliche Talente in Büros und Einzelhandelsgeschäften, doch sind Frauen in Führungspositionen und technischen Berufen immer noch viel zu selten vertreten.

Das WIN-Netzwerk will diese gläserne Decke direkt angehen, indem es seinen Mitgliedern die passenden Ressourcen zur Verfügung stellt. Wie Sallie Leslie Golding betont, geht es bei der Initiative nicht um Geschlechtervergleiche oder Konkurrenz. Vielmehr soll sichergestellt werden, dass Frauen in der gesamten Branche gleichberechtigten Zugang zu Chancen, Einfluss und beruflicher Weiterentwicklung haben.
Was treibt das Kollektiv im Alltag an?
Anstatt starren Unternehmensregeln zu folgen, basiert das Netzwerk auf gemeinsamen und gelebten Werten, die alle Fachkräfte ansprechen. Eine der obersten Prioritäten ist die Stärkung der Glaubwürdigkeit von Expertinnen. Allzu oft haben Frauen das Gefühl, doppelt so hart arbeiten zu müssen, um ihre fachliche Kompetenz unter Beweis zu stellen. WIN möchte, dass die Expertise von Frauen als selbstverständlich anerkannt wird, ohne dass sie ihre männlichen Kollegen übertreffen müssen, um ernst genommen zu werden.

Darüber hinaus legt das Netzwerk großen Wert auf Solidarität und gegenseitige Unterstützung. Dadurch entsteht ein geschützter Raum, in dem alle offen über komplexe Themen wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder den Umgang mit den Wechseljahren am Arbeitsplatz sprechen können. Durch den Austausch dieser persönlichen Erfahrungen möchte die Gruppe einen Mentalitätswandel im gesamten britischen Freizeitsektor anstoßen.
Fortschritt betrifft alle Beschäftigten
Es ist entscheidend zu verstehen, dass dieses Netzwerk nicht isoliert agiert. Direkte Gespräche bieten Frauen zwar weiterhin Raum für freie Meinungsäußerung, doch die Einbindung von Männern ist für nachhaltigen Wandel unerlässlich. Tatsächlich sind echte Fortschritte nur möglich, wenn männliche Kollegen sich aktiv in den Prozess einbringen. Ob es um ein besseres Verständnis für familiäre Belastungen oder die Unterstützung technischer Weiterbildung geht – Inklusion ist ein unternehmensweites Projekt, von dem alle profitieren. Es handelt sich nicht um einen Geschlechterkampf, sondern um eine gemeinsame Anstrengung, um den Verlust talentierter Mitarbeiter zu verhindern.

Die Agenda für die kommenden Monate ist bereits prall gefüllt mit konkreten Zielen. Das WIN-Netzwerk trifft sich vierteljährlich, um spezifische Ziele voranzutreiben, wie beispielsweise die Erhöhung des Frauenanteils in Fachgremien und die Einrichtung von Mentoring-Programmen. Zudem plant es, die kontinuierliche berufliche Weiterentwicklung durch spezialisierte Schulungen zu fördern.

Letztendlich stärkt die Investition in das Potenzial von Frauen die gesamte Wasserfreizeitbranche und ermöglicht es dem Sektor, eine modernere Vision zu verfolgen. Wie die Gruppe so treffend formuliert, ist dies ein Gewinn für Frauen, vor allem aber ein Gewinn für alle, die in diesem Bereich tätig sind.