Die Präsentation des Dokuments wurde von Marco Sublimi, Berater für die Verwaltung öffentlicher und privater Schwimmbadanlagen und Mitglied des Wissenschaftlichen Ausschusses von ForumPiscine, Dario Di Santo, Direktor von FIRE, und Luca Bosi, Präsident von CoNGePi, begleitet.
Erstellt von FIRE – Federazione Italiana per l’uso Razionale dell’Energia – in Zusammenarbeit mit CoNGePi – Confederazione Nazionale Gestori Piscine –, wurde der zweite Nationale Bericht über den Energieverbrauch in Schwimmbadanlagen im Rahmen des ersten Tages von ForumPiscine 2026, Teil von XLeisure, vorgestellt. Auf Grundlage der in den letzten Monaten des Jahres 2025 auf einer Stichprobe des nationalen Netzwerks öffentlicher Schwimmbadbetreiber, die überwiegend bei CoNGePi angeschlossen sind (weniger zahlreich, aber umfassender im Vergleich zur vorherigen Ausgabe), gesammelten Daten erstellt, positioniert sich die Studie als ein zentrales Instrument zur Unterstützung der Akteure des Sektors bei Bewertungen, Anlagenentscheidungen und Unterstützungsmaßnahmen, wobei Investitionsmöglichkeiten identifiziert werden, die auf effizientere und CO₂-neutrale Anlagen ausgerichtet sind.
Das ewige Thema der Energierechnungen
Die Daten des Dokuments bestätigen die kritische Phase, die die italienische Schwimmbadbranche durchlebt. Der belastendste Kostenfaktor bleibt die Energie: Selbst wenn die extremen Steigerungen der Post-Pandemie-Periode nur noch eine Erinnerung sind, lasten Strom- und Gasrechnungen weiterhin auf den Konten, reduzieren den Investitionsspielraum und zwingen die Verantwortlichen zu ständigen Wartungsarbeiten an oft veralteten Anlagen. Die Umfrage hebt hervor, wie der Sektor daher zwischen ständig steigenden Managementkosten – von Energiekosten bis hin zu Personalkosten und Wartung – und unveränderten Einnahmen gefangen ist. Dieser Mechanismus hat die Gewinnspannen der Anlagen allmählich erodiert, heute auf minimale Bedingungen reduziert.
Besonders empfindlich ist der Zustand der öffentlichen Schwimmbäder in Pacht, bei denen eine geringe Beteiligung der örtlichen Eigentümer an Renovierungsprojekten festgestellt wird, was negative Folgen für die Betriebseffizienz und die Attraktivität der Anlagen hat. Dennoch investieren viele Betreiber weiterhin in ihre Immobilien (auch im Rahmen von Konzessionen) mit Fokus auf Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit, Sicherheitsstandards und Servicequalität. Was diese Bemühungen jedoch verlangsamt, ist der Mangel an wirtschaftlichen Ressourcen: Mehr als 40 % der Anlagenleiter identifizieren in der Liquiditätsknappheit den Haupthemmnis für Modernisierungsmaßnahmen, da die verfügbaren Anreize nur teilweise diesen Gap ausgleichen können.
Kostenreduzierung
Aber wie kann man Kosten senken? Der Bericht zeigt, dass gezielte Maßnahmen zur Energie- und Wassereffizienz, flankiert von Digitalisierungsprozessen, die Ausgaben wirklich senken könnten, wodurch Ressourcen auf die Hauptaktivitäten umgeleitet werden können. Doch der Digitalisierungsgrad in der Branche bleibt weiterhin gering: Zwischen 2023 und 2025 haben nur 8 % der Führungskräfte ähnliche Projekte initiiert.
In diesem Szenario stellen die von den Betreibern am meisten geschätzten Werkzeuge – wie Energiedienstleistungen, EPC-Verträge, kommunale Anreize und Steuererleichterungen – grundlegende Hebel dar, um finanzielle Hindernisse und Unsicherheiten hinsichtlich tatsächlicher wirtschaftlicher Vorteile abzubauen. Laut Dario Di Santo, Direktor von FIRE, ist die Investition in die Energie- und Wasserneubewertung nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch eine strategische Chance, die wirtschaftliche Nachhaltigkeit von Gebäuden zu stärken und ihre zukünftige Entwicklung zu begleiten.
Die zunehmende Bedeutung des Alters
Schließlich eine demografische Reflexion: Die Daten zeigen, dass neben wirtschaftlichen Schwierigkeiten auch die Alterung der Bevölkerung hinzukommt, was eine Neugestaltung der Schwimmanlagen und eine Erweiterung des Serviceangebots erfordert, um die neuen Bedürfnisse der Nutzer zu erfüllen.